Chronik

Über die Gründung der Musikkapelle Kollerschlag gibt es keine genauen und gesicherten Daten, da darüber keine schriftlichen Aufzeichnungen vorhanden sind. Geschichtliche Ereignisse und mündlich überlieferte Berichte lassen darauf schließen, dass die Anfänge der Musikkapelle vor dem Jahr 1850 zu finden sind. In den schweren Zeiten des dreißigjährigen Krieges 1618-1648 bildeten sich in manchen Orten besonders in Grenzgebieten zum Schutze der Bevölkerung vor Raub und Plünderungen die Bürgerwehren. Auch in Kollerschlag ist um diese Zeit eine Bürgerwehr entstanden.

1851 wurden Bürgerkorps und Musik einheitlich uniformiert und durch gemeinsame Statuten vereinigt. 30 Jahre waren Musik und Bürgergarde ein gemeinsamer Verein daher die Bezeichnung „Bürgergarde-Musikkapelle“.

Unsere treuen Kapellmeister reichen bis 1850 zurück.

Matthias Baumgartner, der „Glaser Hiasl“, Gastwirt aus Kollerschlag und seine Brüder waren geschätzte Musikanten. Sie waren auch die führenden Kräfte in der Bürgerkorpsmusik. Sein Nachfolger war der Bruder Josef Baumgartner. Dieser war Postmeister in Kollerschlag.

Die Brüder Baumgartner gründeten nach der Trennung von der Garde 1880 eine selbstständige Marschmusik.

Untrennbar mit der Musikkapelle Kollerschlag verbunden ist der Name Friedl. Nachdem Josef Baumgartner nach Linz übersiedelt war, dürfte um 1880 gewesen sein, übernahm Friedl Kajetan die Musik.

Anton Friedl, sein ältester Sohn, übernahm danach die Kapelle. Durch einen tragischen Unfall mit dem Pferdegespann kam Anton Friedl 1915 ums Leben.

Während des ersten Weltkrieges ruhte die Arbeit der Musikkapelle, die meisten Musiker waren eingerückt, manche kehrten nie mehr zurück.

Nach Kriegsende begann Friedrich Friedl, bekannt als „Kaidern Schneider“, mit dem Wiederaufbau der Musik. Tatkräftig unterstützt wurde er bei seiner Arbeit von seinem Bruder Josef.

Nach dem Zweiten Weltkrieg, übergab Josef Friedl die Geschicke der Kapelle an Emmerich Wöß.

Nach einer kurzen Übergangszeit im Jahre 1953 leitete dann der Volksschullehrer Franz Kainberger die Musikkapelle.
1954 übernahm Volksschuldirektor Walter Fuchs das Amt des Kapellmeisters und führte bis zum Jahre 1962. Nachdem Walter Fuchs die Kapellmeisterstelle zurückgelegt hatte, drohte die Kapelle zu zerfallen.

Doch Hans Wurm rettete die Kapelle, er war Gastwirt in Kollerschlag. Nach ihm führte Fritz Ortner aus Albenödt die Kapelle durch diese Krisenzeit. Sie sorgten dafür, dass die Musiker beisammen blieben und die Probenarbeit und Ausrückungen durchgeführt werden konnten.

1965 fand sich mit Volksschullehrer Johann Wurm wieder ein Kapellmeister für mehrere Jahre.

1973 trat Johann Wurm als Kapellmeister zurück und Franz Neundlinger übernahm die Leitung der Musikkapelle Kollerschlag. Nachdem diese von Juni bis Ende September ohne Führung und daher untätig gewesen war. Sofort wurde mit der Probenarbeit begonnen. Die Musikkapelle zählte zu diesem Zeitpunkt 24 aktive Musiker.

Im Jänner 1979 wurde der Musikverein Kollerschlag in das Vereinsregister der Behörde eingetragen.

Kurzzeitig übernahm Alois Schlager die Aufgabe des Kapellmeisters.

Im Jahre 1999 gab Franz Neundlinger das Amt des Kapellmeisters ab und überreichte seinem Nachfolger Alfred Hofmann den Dirigentenstab. Alfred Hofmann ist bis heute der Kapellmeister der Musikkapelle Kollerschlag.

Kapellmeister

Baumgartner Mathias Gründer – 1870 Wurm Hans 1962-1964
Baumgartner Josef 1870 – 1880 Ortner Fritz 1965
Friedl Kajetan 1880 – 1900 Wurm Johann 1965 – 1974
Friedl Anton 1900 – 1915 Neundlinger Franz 1974 – 1991
Friedl Friedrich 1915 – 1945 Schlager Alois 1991 – 1993
Wöß Emmerich 1945 – 1952 Neundlinger Franz 1993 – 1999
Kainberger Franz 1953 Hofmann Alfred 1999 – laufend
Fuchs Walter 1954 – 1962

 

Obmänner

OSR Bindeus Alfred 1979 – 1985 Ecker Wilhelm 2003 – 2009
Würfl Erich 1985 – 1988 Wurm Christian 2009 – laufend
Mandl Alois 1988 – 2003
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